Brand zerstört die Hasenmühle...
... aber die Mühle lässt sich nicht unterkriegen! - Eine Art Blog
Veranstaltungen zugunsten der Hasenmühle
Pfingstmontag - 28. Mai 2012
Deutscher Mühlentag
Samstag - 01. September 2012
O Carolean's Dream - Irisch/Schottisches Harfenkonzert mit Tom Daun im Garten der Hasenmühle
09.05.2012 - Gipskarton und Regenrinnen
Die Zwischendecken sind jetzt mit Holzfaserwolle gedämmt, und die Außenwände haben innen ihre finale Gipskartonverkleidung erhalten. Die Innenwände müssen noch warten, da hier hinein sämtliche Elektrik und Sanitärinstallationen gelegt werden. Das spart Zeit und Arbeit. Sonst hätten wir die gedämmten Außenwände wieder aufbohren müssen und damit womöglich auch wieder Kältebrücken geschaffen. Nachteil - wir werden an den Außenwänden keine Steckdose haben. entsprechend müssen später mal die Möbel aufgestellt werden. Da die einzelnen Räume aber alle recht klein sind, dürfte das kein Problem werden.
Nach dem Innenausbau wurde die Traufe gedämmt und verkleidetrückte, damit der Klempner die neue Regenrinne anbringen kann. Eine große Erleichterung für uns. Denn wegen der fehlenden Rinne lief der Regen permanent die Hauswand hinunter; es bildete sich Moos und der Putz wurde stark angegriffen. Die Außenmauern sind jetzt endlich wieder besser geschützt. Schön auch, dass der Klempner unsere verbliebenen alten Fallrohre in das neue System integriert hat.
Auf dem rechten Foto kann man übrigens auch gut erkennen, wie weit das neue innere Haus aus dem alten äußeren herausragt.

27.04.2012 - Innenausbau
Das Wetter ist dieses Jahr echt aprilig. Daher trifft es sich gut, dass das Dach auf der Hasenmühle bereits drauf und dicht ist. Mit der endgültigen Schieferverkleidung ist es nicht ganz so eilig.
Mittlerweile war auch der Fensterbauer, die Firma Enders aus Klausen, vor Ort und hat die Fensteröffnungen vermessen. Angeblich sollen die Fenster kurz vorm Mühlentag (Pfingstmontag) eingebaut werden, was natürlich ein großartiges Timing wäre.
In der Zwischenzeit läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Die Räume sind jetzt alle festgelegt und haben ihre Zwischenwände. Wir müssen uns jetzt eiligst Gedanken machen über Steckdosen und Wasserleitungen. Im Idealfall packen wir alles Teschnische in die noch hohlen Zwischenwände; das spart Zeit und Kosten. Eine bereits fertig gedämmte Außenwand wegen einer einzelnen Steckdose noch einmal aufzubrechen, müsste doch wohl zu verhindern sein. Alles eine Frage der Organisation.
Der neue Dachboden ist geradezu Ehrfurcht gebietend - wegen seiner gigantischen Ausmaße. Es gab natürlich vorher auch einen Dachboden, aber der war nicht begehbar und darum kaum zu benutzen. Eigentlich schade, dass die Dachbalken an den Seiten noch gedämmt und verkleidet werden müssen.

10.-17.04.2012 - Giebelbeplankung und erste Überlegungen über Innenräume
Relativ viel Zeit in Anspruch nahm die Isolierung und Verkleidung der beiden Giebel. Ich meine, im Vergleich zum Aufbau eines kompletten Dachstuhls - das war ruckzuck in zwei Tagen erledigt. Aber bei den Giebeln gab es wohl jede Menge Kleinstarbeit, was die zukünftige Abdichtung der Wetterseite und des Dachanschlusses betrifft. Jedenfalls sind die beiden Giebel jetzt fertig und vorbereitet für den Schiefer.
In der Zwischenzeit können wir uns auch schon mal Gedanken über die spätere Innenraumaufteilung machen. Ein erstes Sockelbrett liegt schon mal als Raumteiler, darauf die Zeichnungen für zukünftige Türdurchgänge. Der Fensterbauer war auch schon da, um Maß zu nehmen. Wenn wir Glück haben, werden die Fenster kurz vorm diesjährigen Mühlentag Ende Mai eingebaut.

05.04.2012 - Das neue Dach ist dicht.
Das Hämmern der Zimmerleute war im ganzen Dorf zu hören. Aber wir sind nach wie vor nicht die einzige Baustelle in der Umgebung. Die Hagelschäden von der Katastrophe im letzten Sommer sind noch lange nicht alle beseitigt. Um so mehr wissen wir es zu schätzen, dass die Arbeit an der Hasenmühle zügig voran geht.
Nach dem Aufbau von Giebeln und Dachgerüst erfolgte als nächster Schritt die Beplankung. Abschließend wurde der fertige Dachuntergrund mit einer wetterfesten Folie belegt. Darauf wird dann demnächst der Schiefer genagelt.
Ganz schön groß, das Gebäude, wenn man es jetzt aus der Ferne anschaut. Geradezu gewaltig wirkt es mit seinem vorerst roten Dach auf den Betrachter. Mit dem schwarzen Schiefer oben drauf duckt es sich hoffentlich am Ende etwas weniger auffällig zwischen die Bäume.
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02.-04.04.2012 - Das neue Dach entsteht.
Jetzt ist es also endlich so weit. Die Hasenmühle bekommt ihr neues Dach. Und aus einer Ruine wird endlich wieder ein Haus. Da fehlen mir glatt die Worte! Aber Bilder sagen hier auch mehr als jedes geschriebene Wort.
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28.-29.03.2012 - Vorbereitungen für das neue Dach
Während die vielen Einzelteile der Dachkonstruktion seit Tagen in der Werkshalle der Firma Wiesel in Andel »geschnitzt« werden, rückten jetzt schon mal wieder die Gerüstbauer an. Das bisherige Riesen-Gerüst wurde noch einmal aufgestockt, teilweise um zwei ganze Etagen. Und großes Lob: die Gerüstbauer sind, ohne dass wir es ausdrücklich gesagt haben, sehr sorglich mit den Bäumen am Haus umgegangen. Vor allem die japanische Säulenkirsche neben der Mühlraumtür, die vom Feuer ohnehin schon auf die Hälfte ihrer zwei Stämme reduziert worden war, ist kunstvoll ins Gerüst integriert worden und wird demnächst zur Belohnung blühen.
Der Köner Dom ist wohl nicht eindrucksvoller eingepackt in Metall als jetzt die Hasenmühle. Am Ende erinnerte das ganze Gebilde sogar an die Elbphilharmonie in Hamburg. Da können wir allerdings nur hoffen, dass unser Haus nicht der gleichen finanziellen Gigantomie zum Opfer fällt.

19.03.2012 - Nochmal schwebende Innenwände
Mittlerweile sind wir ja fast schon an schwebende Holzwände gewöhnt. Aber es bleibt trotzdem faszinierend.
Jetzt also wurde die zweite Hälfte der Mühle mit neuen Innenwänden ausgestattet. Was sich als ziemlich knifflig herausstellte. Einzelne Teile - vor allem die gänzlich neu errichtete Südwand - wollten nicht passen. Grund waren zwei Betonkissen, die wir seinerzeit auf den Bruchsteinsockel gegossen hatten, um darauf die Balkenlage für den Wohnraumfußboden sicher zu platzieren. Die waren jetzt leider im Weg. Die Zimmerleute mussten folglich ran mit schwerem Bohrgerät und den Beton wegraspeln. Das dauerte natürlich. Kostbare Zeit, die nicht eingeplant war. Aber am Ende passten die Wändstücke dann wunderbar.
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12.03.2012 - Die Mühlraumtreppe segnet das Zeitliche.
Sie hat von Anfang an die Meinungen gespalten wie kaum etwas anderes in der Hasenmühle: die Holztreppe, die von der Mühlengalerie hinauf in den ersten Stock geführt hat.
Ursprünglich gab's da gar keine Treppe; soviel konnten wir rekonstruieren. Eingebaut wurde sie, als die Erbauer der Hasenmühle zu Beginn des 20. Jhdts die Mühle aufgaben und daraufhin der Wohnbereich von der eigentlichen Mühle getrennt und an eine unabhängige Partei vermietet wurde. Dafür aber brauchte es einen vom Mühlraum gänzlich getrennten Aufgang.
Der wurde dann leider recht brachial realisiert, ohne Rücksicht auf ästehetische Vorgaben. Und vor allem auch ohne Rücksicht auf die Deckenbalkenkonstruktion des Mühlraums. Da wurde dann mal kurz ein vorheriger Wohnraum zum Flur bzw. Treppenhaus umfunktioniert. Ob das alles statisch so seine Richtigkeit hatte, mag angezweifelt werden. Es gab jedenfalls Freunde und Besucher, die sich geweigert haben, die Treppe aufgrund ihrer abenteuerlichen Aufhängung zu benutzen.
Dummerweise haben wir diese Treppe selbst auch so hässlich und fragwürdig gefunden, dass wir (auch wegen des Feuers) kein Foto haben, um den Zustand vorher und nachher zu dokumentieren. Diejenigen, die die Mühle kennen, werden sich aber wohl gut erinnern. An den Wandspuren kann man noch erahnen, wo die Treppe entlang gelaufen ist. (Vielleicht taucht ja nochmal ein Foto auf.)

08.03.2012 - Die erste Decke wird eingezogen.
Jetzt fühlt man sich schon richtig wie in einem neuen Haus. Die verbrannten Wände sind jetzt komplett ausgesperrt. Der alte Teil der Mühle ist damit fertig verkleidet.
Ein sehr schönes und vor allem beruhigendes Gefühl; irgendwie hat man den Eindruck, dass das Gröbste damit überstanden ist und z.B. wetterliche Unbilden wie Regen und Sturm jetzt nicht mehr so viel Schaden anrichten können.

02.03.2012 - Die ersten Innenwände schweben und stehen.
Der spannende Moment war gekommen: die ersten Wände schwebten ein.
Eigentlich sah die LKW Ladung mit den gezimmerten Innenwänden ziemlich unspektakulär aus. Im Haus aber war die Wirkung gewaltig. Wie man auf den Fotos sehen kann. Tatsächlich stellte sich prompt ein erster Hauch von neuem Wohngefühl ein.
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27.02.2012 - Das Baukastenprinzip
Auf der Baustelle herrscht tote Hose. Denn die Arbeiten haben sich in die Werkshalle der Zimmerei Wiesel verlagert. Dort entstehen unsere neuen inneren Außenwände als Bausatz. Das erinnert mich ganz gewaltig an die Bauklötzchenkiste aus meiner Kindheit. Nur dass hier die Klötzchen extra zugesägt werden.
Die fertigen Wände werden dann auf einen Laster verladen, herangefahren und per Kran von oben in unser Haus eingeschwebt. Das wird sicher spektakulär. Mit 16cm Dämmung in der Holzkonstruktion werden wir dann tatsächlich ein neues altes Haus haben, dass den modernen Wärmedämmverordnungen entspricht.
16.02.2012 - Eine Wand lernt fliegen.
Ein sehr aufregender Tag. Die letzte große Hürde wurde in Angriff genommen: die Südwand.
Was heißt hier Hürde?! Es war uns natürlich von Anfang an klar, dass die komplette Wand entfernt werden muss, da sie völlig durchgeschmort war und nur noch von den Wänden rechts und links aufrecht gehalten wurde. Aber sie komplett zu entfernen - davor graute es uns schon. Würden die übrigen Außenwände danach noch alleine stehen können? Uns war jedenfalls etwas mulmig zumute. Aber die übliche Ruhe und Gelassenheit von Walter war mal wieder hoch ansteckend. Also beobachteten wir die spektakuläre Aktion aus sicherer Entfernung von der benachbarten Weide zusammen mit Lilly und Lottchen, die mittlerweile schon zur Familie gehören.
Natürlich hat alles wunderbar geklappt. Die Westwand wackelte zwar sichtbar, als die letzten Verbundteile mit der Wucht des Kranarms abgetrennt wurden - und wir hielten unwillkürlich die Luft an - aber dann schwebte die Wand davon und hinab in den bereitstehenden Schuttcontainer.
Innen war derweil ein Baugerüst aufgebaut worden, um den letzten Abschnitt der Innendämmung oberhalb des Panoramafensters in der Küche herauszubrechen. Was auch noch am selben Tag erledigt wurde.
Jetzt sind also sämtliche verbrannten Überreste der Hasenmühle beseitigt und die Bahn ist frei für den Wiederaufbau. Ein guter Tag für die Hasenmühle.
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15.02.2012 - SUPERCAT besucht die Hasenmühle!!!
Unglaublich, was wir da vor die Kamera bekommen haben. SUPERCAT!!!
Wir wollen doch mal schwer hoffen, dass die Strahlen des grünen Kryptonits den Wiederaufbau der Hasenmühle beschleunigen. Oder hat das eher schädliche Auswirkungen? Egal! Danke Supercat!!!
(Die wahren Superman Fans mögen mir die Respektlosigkeit verzeihen.)

14.-15.02.2012 - Das Wohnzimmer wird ausgeweidet.
Kaum ließ der Frost nach, ging's auch prompt weiter auf der Baustelle. Das Wohnzimmer war fällig! Ein schmerzliches Erlebnis für uns mit ansehen zu müssen, wie jene Wände und Böden, die wir erst vor ein paar Jahren eingebaut hatten, nun schon wieder rausgerissen wurden. Das Wohnzimmer - in die ehemalige Scheune der Mühle hineingebaut - war der jügste Teil des neuen Wohnhauses gewesen. Nicht einmal die Fußbodenheizung konnten wir retten. Wir hatten ein wenig darauf spekuliert, aber der Zustand der Rohre entlang der Außenwände, die alle vom Feuer beeinträchtigt worden waren, war höchst zweifelhaft. Konnten die, nach allem, was passiert war, noch dicht sein? Im Zweifel also besser raus damit.
Also wurde alles bis auf die Unterlagebalken herausgerissen. Diese Balken aber, von uns damals eingezogen, waren aber zu unserer Freude tatsächlich noch zu gebrauchen; Walter und sein Kompagnon glichen gleichzeitig auch die Höhenunterschiede zum angrenzenden alten Teil des Hauses aus. Und am Ende des zweiten Tages hatten wir bereits einen in unsere Augen wunder-wunderschönen durchgehenden Unterholzboden im gesamten ersten Stock der Hasenmühle. Ein tolles Gefühl zum ersten Mal darüber gehen zu können. Und kein einziges Quietschen oder Knarren ist zu hören. Prima Arbeit, Walter!

09.02.2012 - Schockgefrostet!
Tja, viel gibt es nicht zu berichten, seit sich Sibirien im Frohnbachtal breit gemacht hat. Alles ist sozusagen erstarrt oder - etwas romantischer ausgedrückt - in Winterschlaf gefallen. Nächtliches Rekordminus hier auf unserem Außenthermometer waren bislang -17,5 Grad Celsius. An Arbeiten auf dem Bau ist nicht zu denken.
Sorge machen uns unsere Tiere. Den Katzen als mitteleuropäische Ureinwohner trauen wir es ohne weiteres zu den Frost gut zu überstehen. In der Mühle haben wir entsprechende Schlafplätze eingerichtet. Anders sieht es bei unseren indischen Laufenten aus. Die Reisfelder in Indien und Malaysia, wo sie ursprünglich herkommen, sind nicht gerade für ihr winterliches Klima bekannt. Und unsere Hennen haben spanische Vorfahren; allerdings kann es in der Sierra Nevada da unten auch ganz schön frostig werden. Instinktiv kuschelt sich das Federvieh - ob Henne oder Ente - im dicken Stroh zusammen. Das Problem wie bei allen Tieren ist, dass man nie sicher sein kann, wann es ihnen wirklich dreckig geht und sie Hilfe brauchen. Ein Tier kann eben nicht "Aua!" sagen. Also beobachten, beobachten, beobachten!
Alle Entenrassen haben übrigens eine Art Frostschutzmittel im Blut, so dass die nackten Flossenfüße nicht erfrieren können. So lange wir ihnen einen Badetümpel im ansonsten zugefrorenen Frohnbach offen halten, scheinen sie die Kälteperiode zu ignorieren. Nur der Weg morgens vom Stall zum Badetümpel und abends wieder zurück ist unangenehm für sie; vor allem die glatte Eisfläche macht ihnen zu schaffen. Schon mal eine ausrutschende Ente gesehen?
Mehr Eisbilder vom Frohnbach unter Fotogalerie.
4. Woche: 30.01.-03.02.2012 - Ein idealer Raum für eine Tischtennisplatte
Die ersten Tage der vierten Arbeitswoche ließen sich ja noch recht gut an. Temperaturen knapp über null Grad beeindrucken einen Zimmermann offenbar wenig. Innerhalb kürzester Zeit hatte der alte Teil des Hauses einen durchgehenden Boden aus verschraubten OSB Platten und wäre nun der ideale Raum für unsere Tischtennisplatte, die seit Jahren im Keller auf ihren Einsatz wartet. In diesem alten Teil der Mühle sind die Arbeiten jetzt erst einmal abgeschlossen. Der Fokus richtet sich jetzt aufs Wohnzimmer.
Anderthalb Tage lang zerlegten die Zimmerleute den Raum sprich rissen Innendämmung und Fußboden heraus. Für uns wieder mal ein Bild des Jammers - all unsere jahrelange Arbeit wird mal eben so in einem Container entsorgt. So was tut schon weh. Der riesige Container im Hof wurde mit den ganzen Kork- und Rigipsplatten, dem verquollenen Laminat und den völlig aufgelösten Trockenestrichplatten ziemlich schnell randvoll, prompt abtransportiert und durch einen neuen leeren ersetzt. Jetzt sieht das Wohnzimmer wieder aus wie die alte Scheune, die es einmal war. Die Fußbodenheizung liegt jetzt auch frei, aber wahrscheinlich ist auch sie nicht zu erhalten. Wir wissen nicht, in wieweit das Feuer an den Wänden entlang die mit Kunststoff ummantelten Wasserrohre geschädigt hat, und überhaupt scheint unser Heizsystem mit verzinkten Blechschienen nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das ist eine Problemstellung, die wir möglichst schnell mit unserem Heizungsfachmann erörtern müssen.
Und dann erreichte uns Sibirien...
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28.01.-29.01.2012 - Durchbruch
An diesem Wochenende ging es unserem Kamin endgültig an den Kragen. Der letzte halbe Meter der Außenmauer wurde im Wohnzimmer abgerissen, so dass die tragende Mauer darunter endlich frei gelegt war. Ein glücklicher Umstand für uns, denn die Mauer ist stark genug, um den neuen Kamin der Hasenmühle zu tragen. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, den Kamin vom Keller heraufzumauern. Die Entdeckung der tragenden Mauer zwischen Windfang und Büro macht diese lange Strecke jetzt nicht mehr notwendig. Unser neuer Kamin muss also nur ungefähr halb so lang werden wie gedacht. Dem Windfang bleibt damit ein gemauerter Klotz in der Ecke erspart. Und ein paar Kosten dürften wir dadurch auch wieder einsparen.
Vorsichtshalber aber haben wir die Decke an der besagten Stelle ganz herausgehauen. Der alte Kamin war von uns anno dazumal mit einem Eisenträgergerüst stabilisert und gestützt worden. Das Viereck wird verschalt und mit Beton ausfgefüllt. Auf diese Betonplatte und die angrenzenden Mauer wird dann der neue Kamin gestellt werden.
Zuvor hieß es aber wieder, wie üblich, Schuttschaufeln. Bei dieser Gelegenheit haben wir dann gleich die Decke vom Windfang mit heruntergerissen, was einen Regen von Korkschrot mit sich brachte, der dort als Dämmung mal hineingeschüttet worden war. Aber wenigstens zieht Korkschrot keine Nässe an wie z.B. Rigipsplatten. Diese waren verputzt und weiß gestrichen als Deckenabschluss angeschraubt gewesen und total verschimmelt von Lösch- und Regenwasser. Die hatte auch das regenarme Jahr 2011 nicht trocknen können. Es bewahrheitete sich also mal wieder mal der Spruch, dass im Falle eines Brandes Löschwasser mehr Schaden anzurichten vermag als das Feuer selbst. Im Klartext hat man als Betroffene die Wahl zwischen Pest und Cholera.

3. Woche: 23.-27.01.2012 - Wieder Boden unter den Füßen
Im alten Teil des Hauses scheinen wir jetzt das Schlimmste überstanden zu haben. (Na ja, wer weiß, welche Überraschungen uns in unserer Naivität trotz allem noch blühen!) Jedenfalls hat der Geruch von frischem gesägtem Zimmermannsholz jetzt endlich den feuchten Brandgeruch verdrängt. Einen schöneren Duft können wir uns zur Zeit kaum vorstellen. Die Hasenmühle riecht jetzt förmlich nach Neuanfang und Optimismus!
Die Balkenlage war bereits nach wenigen Tagen über der Decke des Mühlraums eingepasst, mit Winkeleisen verschraubt an den Außenbalken und nach unten hin teils abenteuerlich abgestützt, da wir das Gefälle von sage und schreibe 30cm mit dem neuen Fußboden ausgleichen müssen. Da durch die Entkernung eine Menge Gewicht verschwunden ist, haben die tragenden Balken entsprechend befreit reagiert und sind ein ganzes Stück nach oben gewandert. Gedämmt wird der neue Fußboden von unten. Zu diesem Zweck wurden links und rechts an die Balken Leisten genagelt. Darauf kam eine zu langen Streifen gschnittene Isolierplatte. Später kommt oben drauf auf die Balken eine OSB Platte. In den Zwischenraum zwischen Isolierplatte und OSB-Bodenplatte wird dann ISO-Flock als Dämmstoff gepustet. So die Theorie.
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20.-22.01.2012 - Der Abriss nimmt kein Ende.
Während die Zimmerei Wiesel sich im alten Teil der Hasenmühle vergnügt, haben wir den benachbarten Teil jetzt genauer unter die Lupe genommen. Wir haben damit begonnen die vom Lösch- und Regenwasser durchtränkten Rigipsplatten von der Decke herunterzuholen, um herauszufinden, in welchem Zustand die Holzbalken darunter sind. Davon hängt es womöglich ab, ob der Boden dieses Teils des Hauses erhalten und übernommen werden kann oder auch herausgerissen werden muss.
Architekt Friedhelm Schultheis, der am Sonntag vorbeischaute und sich die Sache ansah, klang jedenfalls recht optimistisch. Aber entscheiden können das am Ende wohl nur Bauträger und Statiker.
Außerdem haben wir angefangen unseren baufälligen Backes im Mühlraum abzutragen. Seitdem ein Stück des Backofens durch die Feuchtigkeit heruntergestürzt ist, ist die ganze Konstruktion nicht mehr ganz geheuer. Also hat Ed von oben - die offene Decke macht's möglich - die eingebrochenen Steine herausgehievt. Jetzt kann man von außen durch das entstandene Loch in das Innere des Ofens schauen. Wir überlegen den alten Steinofen so zu konservieren und von innen her zu beleuchten. Auf diese Weise kann man gut erkennen und erklären, wie solche Öfen früher gebaut worden sind. Vielleicht ist das am Ende sogar eine kleine Bereicherung für das Mühlenmuseum.

2. Woche: 16.-18.01.2012 - Die Hasenmühle wird filetiert.
Jetzt ist eigentlich die Phase erreicht, wo Bilder mehr sagen als tausend Worte. Jeder Tag auf der Baustelle bringt Neues. Wir haben jedenfalls das Gefühl, es geht mit Riesenschritten voran. Was aber auch schlicht und einfach daran liegen kann, dass zwei gelernte Zimmerleute von berufswegen zehnmal schneller sind als Ed und ich es je könnten.
Der alte Teil der Hasenmühle sieht am Ende dieser zweiten Woche jedenfalls aus wie ein ausgeweideter Wal mit den freigelegten Deckenbalken des Mühlraums als Rippen.
Dabei haben wir eine große Enttäuschung erleben müssen, denn wider Erwarten waren die Lehmwickel in der Decke nicht getrocknet, sondern größtenteils noch feucht und auch verschimmelt. Das war ein Schlag, mit dem wir nicht gerechnet hatten. Denn das bedeutet, dass die komplette Decke des Mühlraums herausgerissen werden muss. Dadurch geht natürlich ein Großteil der historischen Atmosphäre verloren. Und ob man das ersetzen kann durch moderne Lehmwickel ist zum einen eine ästhetische und zum anderen eine Kostenfrage.
Ein weiterer Nachteil der ganzen Sache ist, dass der Mühlraum nun schon zum dritten Mal mit einen halben Meter Bauschutt bzw. vergammeltem Strohlehm bedeckt ist. Zweimal hat Günter den Mühlraum schon heldenhaft freigelegt - keine Sorge, Günter, diesmal brauchst du dich nicht zu opfern! Wir werden das zur Abwechlsung mal selbst erledigen. Walter hat wie immer mitgedacht und die gewaltige Transportschaufel des Krans vor die Mühlraumtür postiert, so dass wir abends den Schutt hineinschaufeln können und Walter den gefüllten Korb dann jeden Morgen mit dem Kran in den Container entleert.
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14.-15.01.2012 - Im Dschungelcamp
Eigentlich haben wir je gedacht, es gäbe nur eine Baustelle nämlich das Haus. Jetzt aber ist auch ein Teil des Gartens zum Abenteuerspielplatz mutiert.
Von vorneherein war klar, dass wir unseren Vogelbaum, die mächtige Silberweide links neben dem Haus kappen mussten, da sonst der Arm des Krans nicht um die erforderlichen 360 Grad schwenken kann. Also haben Walter und Fletze erstmal die Silberweide um ein paar Meter gekappt. Danach aber haben wir plötzlich gedacht, das wäre jetzt eigentlich der richtige Zeitpunkt, um die gewaltige Weide mit ihren fünf Stämmen soweit runterzusägen, dass sie bei einem zukünftigen Orkan nicht mehr aufs (zukünftige) Dach fallen kann. Gesagt, getan. Das Ergebnis aber hat uns glatt umgehauen. Der halbe Garten war nun fast mannshoch bedeckt mit Ästen, Gestrüpp, Efeu, Wildem-Wein-Geschlinge, Stümpfen vom Durchmesser eines Putzeimers. Ein wahrer Dschungel. Carmen I, II und V, unsere spanischen Hennen, waren völlig aus dem Häuschen vor Begeisterung. So stellt sich eine Henne wohl das Paradies vor. Aber genau drunter und jetzt ziemlich platt unsere Rhododendron Plantage (alle bis auf eine Azalee haben es aber einigermaßen überstanden). Um diesen Urwald wegzuhäckseln, hätten wir unseren Häcksler wohl zum Glühen gebracht und ohnehin Wochen dafür gebraucht. Also musste diesmal die radikalere Ur-und Hauruck-Methode her: Feuer.
Nichtsdestotrotz waren wir gezwungen alles klein zu schnitzeln mit Motorsäge und Astschere und zu entscheiden, was als lagerfähiges Kamin-Brennholz taugte und was nicht; eine Arbeit, die uns das gesamte Wochenende über in Anspruch nahm. Aber dafür war das Wetter wunderbar sonnig und nicht zu kalt. Und abends konnte man den anstrengenden Tag wohlig am Lagerfeuer bei -2 Grad mit einem Bier ausklingen lassen. Das hatte dann fast schon was von romantischem Abenteuerurlaub?!

1. Woche: 10.-13.01.2012 - Von fliegenden Badewannen
Die erste Woche ist vorbei und der erste Stock der Hasenmühle so gut wie entkernt: die Zwischenwände sind raus, der Estrich im ehemaligen Bad und der Rumpelkammer herausgebrochen und im Container entsorgt. Besonders effektiv erwies sich der Einsatz unserer alten Badewanne als Transportkorb für den Kran.
Übers Haus ist jetzt eine neue Plane gelegt worden, die je nach Bedarf morgens zurückgeschoben werden kann; der Kran hievt dann den ganzen Schutt aus dem Haus heraus direkt in die bereit stehenden Container. Wenn wir daran denken, dass wir das ganze Zeug über Wochen per Eimer und zu Fuß über die Treppe aus dem Haus geschafft haben... Wie leicht erledigt das alles jetzt der Kran! Und der wird auch noch genialerweise per Fernbedienung gesteuert. Wieder ein wunderbares Große-Jungs-Spielzeug!
Auf jeden Fall ist Ende der ersten Woche schon mal der ganze ehemalige Bereich von Schlafzimmer, Bad und Ex-Büro eine einzige große freie Fläche. Hier muss nur noch der Fußboden raus; auch nicht so einfach wegen den Rohren der Fußbodenheizung.

10.-11.01.2012 - Es geht los!
Walter Kühl und Fritz "Fletze" Ross heißen die zwei Zimmerleute, die die Hasenmühle mehr oder weniger im Alleingang wiederaufbauen werden. Ehrlich gesagt, hätten wir ein solches Projekt nicht unbedingt als Zweimannjob eingeschätzt, ich zumindest hätte eine ganze Brigade an werkelnden Leuten erwartet. Aber in der Ruhe und vor allem in der Erfahrung scheint die Kraft zu liegen. Die beiden sind jedenfalls so effizient, dass wir schon nach dem ersten Tag den Eindruck haben, die Mühle wird in Rekordzeit wiedererstehen. (Walters Fertigkeiten kennen wir ja schon zur Genüge vom Burgener Bühnchen her, für das er jedes Jahr die Kulissen zimmert.)
Tatsächlich ist am Ende des ersten Tages schon der Raum für die beiden monströsen Eisenträger freigelegt worden: ein meterbreiter Spalt, der sich von Ost nach West durch den alten Teil des Hauses sprich quer durchs Gästezimmer und das daneben liegende Schlafzimmer zieht. Der Fußboden des Schlafzimmers besteht jetzt nur noch aus den tragenden Balken und man kann hindurch- und hinunterschauen in den Mühlraum. Komisches Gefühl.
Und dann waren sie drin, die Eisenträger. Dummerweise haben wir den historischen Moment verpasst und darum kein Foto machen können. Bilder gibt's also nur von den fertig eingepassten Trägern.
10.01.2012 - "De Kran kütt!"
Man verzeihe mir die rheinische Ausdrucksweise, aber der Baukran wurde in den Hof geschoben und das hatte schon was von einem Prinzeneinzug im Kölner Karneval.
Großen Dank an Günter Konrad und seinen beeindruckenden Holzrück-Mega-Trecker, der von unserem Freund Hans-Jürgen Götze zurecht stets mit einem Bundeswehreinsatz im unwegsamen Ausland in Verbindung gebracht wird. Und genauso sieht das Biest auch aus. Normalerweise in den unwegsamen Wäldern des Hunsrücks zum Einsatz kommend, waren die paar Tonnen Baukran mehr oder weniger peanuts für den Giga-Trecker. Und das man dieses Monster wie ein Kinderspielzeug auch per Fernbedienung manövrieren kann, das ist wirklich unglaublich. Das ist wohl das, was man sich gemeinhin als Große-Jungs-Spielzeug vorstellt. Aber an diesem Tag waren wir dankbar, dass es so was gibt. Na gut, unsere Einfahrt ist jetzt, was die Pflanzenwald angeht, ziemlich platt - einer der beiden Zwergflieder ist regelrecht zermalmt (die Amerikaner nennen so was Kollateralschaden, ein Wort, das man wirklich nur auf Pflanzen und Gegenstände beschränken sollte), aber diese Opfer lassen sich nun wirklich locker verschmerzen.
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