Laufenten

Indische Laufenten

Die besten Schneckenjäger!

Zur Hasenmühle gehört eine Familie Laufenten, die tagsüber im Garten oder auf dem Frohnbach freien Auslauf hat.

Wie alle Bewohner der Hasenmühle haben auch die Enten ihren Job: neben der Produktion von Eiern (hervorragend in Kuchen und als Omelett!) halten sie im Nutzgarten die Nacktschnecken in Schach und stehende Wasserstellen frei von Mückenlarven.

Laufenten fallen sofort auf durch ihren hohen schlanken Körper, der sie zu den Models unter den Enten macht. Ihr aufrechter Gang erinnert an einen Pinguin oder an eine Marionette an Fäden. Trotz ihrer beachtlichen Flügelspannweite können Laufenten lediglich ein paar Meter flattern, aber nicht fliegen, was sie ideal für einen eingezäunten Garten macht.

Wichtige Infos zur Haltung

Die Schneckenliebhaber sind sehr geügsam. Wo entsprechend Auslauf vorhanden ist, braucht man (außer im Winter) kaum zuzufüttern. Neben Schnecken werden auch andere Insekten - z.B. Fliegen aus der Luft - und Pflanzen bzw. Gras gefressen. ACHTUNG: Laufenten können auf den Geschmack von Salat und Kohl kommen, daher empfiehlt sich ein kniehoher, beweglicher Zaun zur Einfriedung. Die Minusgrade des Winters machen Laufenten nichts aus.

Absolutes Muss ist ein Raubtier-sicherer Stall oder ein entsprechendes Gehege für die Nacht.

Laufenten dürfen nie alleine gehalten werden. Die Tiere sind äußerst gesellig und pflegen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. In der Gruppe sollten stets mehr Enten als Erpel vorherrschen (Verhältnis 3:1). Allerdings vertragen sich nicht alle Erpel miteinander. Auch ein einzelnes Pärchen ist spätestens dann als soziale Gruppe zu wenig, wenn die Ente brüten will und ihren Partner deswegen zwangsläufig für ca. drei Monate verlässt. Denn Laufenten gehören wie ihre nahen Verwandten, die Stockenten, zu den wenigen Vogelarten, bei denen die Mutter alleine den Nachwuchs versorgt. Es ist sogar unbedingt erforderlich den Erpel von der brütenden Ente und später den Küken zu trennen, denn Entenväter erkennen ihren Nachwuchs nicht. Viele Erpel betrachten die Küken als fremdartige Eindringlinge, die es zu verjagen gilt. Tödliche Angriffe sind keine Seltenheit. Erst ab einem Küken-Alter von sechs Wochen sollte man es riskieren die Familie wieder zu vereinen.

Ebenso wichtig für eine Ente ist Wasser. Die Schneckenfresser brauchen das Nass unbedingt; auch um den Schneckenschleim aus dem Schlund zu spülen. Teich oder Bachlauf sind nicht unbedingt nötig. Mehrere aufgestellte Bottiche und Schüsseln erfüllen ebenfalls ihren Zweck. Allerdings sollten die Enten, unserer Überzeugung nach, in mindestens eine Wasserstelle auch hineinsteigen und untertauchen können zum Baden und für die Körperpflege.

VORSICHT mit einem Feuchtbiotop im Garten! Laufenten gründeln für ihr Leben gern und schaffen es innerhalb von wenigen Stunden, das sorgfältig angelegte Wasserreservat in ein schlammiges Loch zu verwandeln.